121 Jahre 3. Kompanie - 61 Jahre Rummelsburger

Bereits in den Jahren 1894 / 95 war im Dinklager Schützenverein die Rede von 3 Kompanien. Laut der vom ehemaligen Präsidenten, Helmut Schmitz, aus dem Sütterlin übersetzten Protokolle wurden der 3. Kompanie im Jahr 1895 die Schützen Luis Meyer als Feldwebel und Clemens Evers als Unteroffizier zugeteilt. In den Jahren 1896-1898 stand der Schumachermeister H. Ostendorf der 3. Kompanie als Hauptmann vor. Ob es in den folgenden Jahren neue Kompanieführer gab oder der Posten nicht besetzt war kann man aus den Protokollen nicht ersehen. In der Schützenversammlung am 31. August 1902 wurde für die „vakante“ Hauptmannstelle der 3. Kompanie der Sattlermeister H. Holthaus gewählt. In den Jahren 1914 -1920 gab es in Dinklage kein Schützenfest. Beim 1. Schützenfest nach dem Krieg im Jahr 1921 wurde J. Böckmann Hauptmann der 3. Kompanie. Auf der Generalversammlung am 13. Januar 1931 bei Susen wurde beschlossen, dass der König J. Meyer-Lamping durch die 3. Kompanie unter Leitung von Hauptmann Seelhorst zum Ball abgeholt werden sollte. Bei der Versammlung am 6. Juli 1936 wurde auf Antrag von Direktor Fulde eine 4. Kompanie gegründet. Dieser standen Direktor Fulde (Fa. Holthaus) als Hauptmann, Heinrich Wagner als Feldwebel und Franz Wittrock und Richard Themann als Unteroffiziere vor. In den Jahren 1940-1946 konnte wegen des 2. Weltkrieges kein Schützenfest gefeiert werden. Im Jahr 1947 feierte man das 1. Schützenfest des Oldenburger Münsterlandes nach dem 2. Weltkrieg. König wurde Wilhelm Möller ( Wirt des 1. Kompanielokals der „Rummelsburger“ ). Auf der Schützenversammlung am 11. Juli 1955 wurde vom Schützen J. Schumacher der Vorschlag gemacht, die 500 Schützen des Vereins, in Kompanien aufgeteilt, nach Straßen einzuteilen. Die vier neuen Kompanien wurden wie folgt eingeteilt:

1. Kompanie Burgschützen 2. Kompanie Schanzenjäger
Burgstr., Wiek, Bockhorster Moor Neustadt, Kirchplatz, Hörst                     
   
3. Kompanie Rummelsburger 4. Kompanie Blaukehlchen
Quakenbrückerstr., Bahnhofstr., Holthausstr. Sanderstr., Markt, Kolpingstr.

 

"Rummelsburg"
Auszug aus einem Artikel von Reinhard Arkenau (Utkiek November 2000)
Über die Bedeutung des Namens kann nur spekuliert werden. Sicher gibt es keine Verbindung zu der Stadt Rummelsburg in Pommern, die um 1550 von einem Ritter Rummel gegründet wurde oder zu einem Berliner Stadtteil mit gleichem Namen. Rummel bedeutet Lärm, Getöse, aber auch Gerümpel, wertloses Zeug. Daher kann der Name auch für ein Haus stehen, an dem der Zahn der Zeit genagt hatte, ein Haus das baufällig war und zuletzt nicht mehr seinen Anforderungen genügt. Der Name Rummelsburg war in einem Fachwerkständer dieses Hauses eingeritzt.
Als im Februar 1950 der Dinklager Schützenverein sein Winterfest feiern wollte, konnte der damalige Schützenkönig A. Hengemühle wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht an der Feier teilnehmen. In letzter Minute stellte sich Hermann Wessels als Kurfürst Hermann I. von der Rummelsburg als Thronerbe ein. Infolgedessen erhielt 1955 die 3. Kompanie des Schützenvereins den Namen „Rummelsburger", und so ist der Name noch heute in aller Munde.
 
Im Jahr 1964 wurde die Kompanie, aufgrund gestiegener Mitgliederzahlen in 2 Züge aufgeteilt.
Der 1. Zug trat beim Bahnhofshotel an, der 2. bei der Gaststätte Böhmker. Nach Schließung der  Gaststätte Böhmker wechselte der 2. Zug zum Lokal Thoben.
Wegen sinkender Mitgliederzahlen der einzelnen Züge nahm man diese Teilung wieder zurück und trat im Jahr 2004 wieder als eine große Kompanie beim Lokal Thoben an. Heute hat die Kompanie ca. 300 Mitglieder.
 
Die Kompaniechefs der 3. Kompanie
 
1955-1958 Heinrich Blömer
1958-1960 Bernd Möllers
1960-1963 Leo Bocklage
1963-1982 Josef Behnen
1982-1989 Hans Carsten
1989-1999 Hermann Nordmann
1999-2012 Alfred Grammel
seit 2012 Hendrik Kaiser